Überblick

Gojara ist eine E-Learning-Plattform für Arbeitssuchende, die zunächst als B2B-Dienst mit den Arbeitsämtern als Hauptkunden eingeführt wurde.

Nach dem Start der Plattform gab es Probleme mit der Benutzerfreundlichkeit, obwohl die Inhalte gelobt wurden.
Ich trat dem Team als UX/UI-Berater bei und konzentrierte mich auf die Lösung dieser Probleme und nahm strategische Änderungen vor, um das Nutzererlebnis deutlich zu verbessern.

Meine Rolle

In meiner Rolle als UX-Berater war ich damit betraut, Probleme in Bezug auf Navigation und Architektur zu identifizieren und zu lösen.

Darüber hinaus suchte Gojara mein Fachwissen, um Strategien zu finden, die die Endnutzer motivieren, sich intensiver mit den Inhalten zu beschäftigen.

Ergebnisse

Mögliche Investoren

Die aktualisierte Version des Projekts wurde gestartet, und erste Testläufe mit den Arbeitsämtern wurden durchgeführt. Das bisher erhaltene Feedback ist überwältigend positiv.

Das Projekt entwickelt sich

Bevor wir jedoch genügend Daten sammeln konnten, um endgültige Schlussfolgerungen zu ziehen, verlagerte sich die Ausrichtung des Projekts von einem E-Learning-Schwerpunkt zu einem breiteren Plattformansatz.

Leute wollen keine Experten im Bewerben werden, sie wollen einen Job.
Jean-Luc Ferrazzini, Gründer von Gojara

Das Hauptziel der Gojara-Nutzer ist nicht die Beherrschung von Fertigkeiten, wie es auf anderen Plattformen der Fall ist, sondern die direkte Anwendung, um einen Arbeitsplatz zu finden.

Dies ist von entscheidender Bedeutung für die Konzeption der Nutzererfahrung von Gojara, insbesondere für Nutzer, die dringend nach Stellen suchen und anwendbare Hilfe brauchen.

Projektetappen

Bei diesem Projekt wurde ich in zwei Etappen gebucht, dabei hatte jede ihre eigenen Ziele.
Aufgrund wichtiger bevorstehender Investoren- und Kundentreffen des Kunden musste alles so schnell wie möglich entwickelt werden, was zu einem engen Zeitplan führte.

Das Projekt war in die folgenden zwei Etappen unterteilt:

Etappe 1 - Expert Review

Sich mit der Plattform vertraut machen und mögliche Gründe für die Abwanderung von Nutzern ermitteln sowie eine allgemeine Beurteilung vornehmen.

Etappe 2 - Lösungen generieren

Auf der Grundlage der Erkenntnisse aus dem Expert Review und der vom Kunden bereitgestellten Daten wurde ein Redesign vorgenommen, das sich auf die Struktur, die wichtigsten Abläufe und die wichtigsten Seiten konzentrierte.

Gesamtes Zeitbudget des Projekts:
95 Stunden oder 2.4 Wochen
Der Zeitraum erstreckte sich über 1,5 Monate.
Etappe 1

Expert Review

Einleitung

Der Kunde hatte bereits eine Vermutung, warum die Nutzer, kurz nach der Anmeldung die Platform wieder verlassen. Er entschied sich jedoch, mir diesen Verdacht erst mitzuteilen, nachdem ich meine unabhängige Analyse abgeschlossen hatte, um eine unvoreingenommene Einschätzung meinerseits zu gewährleisten.

Er wollte dabei nicht nur eine Expertenmeinung zu diesem speziellen Thema einholen, sondern auch eine allgemeine Bewertung des aktuellen Zustands der Plattform.

Meine Ergebnisse umfassten:

  • Kommentierte Screenshots der aktuellen Abläufe und Seiten in Figma.
  • Eine Liste von Hypothesen, in der die wichtigsten Themen aufgeführt sind.
  • Ein Aktionsplan mit detaillierten Methoden zur Ermittlung möglicher Lösungen.
Pragmatische Zusammenarbeit

Da eine rasche Überprüfung erforderlich war, entschieden wir uns für einen praktischen, schlanken Ansatz ohne umfangreiche Dokumentation. Ich gewährte dem Kunden Zugang zu meiner Figma-Datei, und wir überprüften gemeinsam meine Ergebnisse und Ideen.

Der Fokus lag auf folgenden beiden Bereichen:

Bewährte Praktiken Usability und Barrierefreiheit.

Ein Screenshot meiner Figma-Datei, der mehrere Screenshots mit Kommentaren zeigt

Haupt User Flows and generelle Struktur:

Ein Bildschirmfoto meiner Figma-Datei mit mehreren Seiten mit Anmerkungen und Links zu anderen Seiten

Kernproblem-Hypothesen

Da ich der Meinung war, dass das Grundproblem nicht auf einen bestimmten Screen oder ein bestimmtes Element beschränkt war, formulierte ich mehrere Hypothesen, um dies zu beschreiben.

Um den Kunden weiter zu unterstützen, entwickelte ich einen Aktionsplan, der einen möglichen Lösungsprozess skizzierte.

Ein Screenshot des oberen Teils des Hypothesendokuments
Screenshot der Ergebnisse, die dem Kunden präsentiert werden.

Die wichtigsten Hypothesen

1

Führen wirklich alle Wege nach Rom?

Die Nutzer haben die Möglichkeit, die gleichen Inhalte über "Meine Akademie" und "Etappen" in der Hauptnavigation aufzurufen. Zusätzlich sind diese Inhalte auch über die Startseite zu erreichen, werden dort aber in einem anderen Format präsentiert.

Diese unterschiedlichen Zugänge und Darstellungen des selben Contents sorgen für Verwirrung bei den Nutzern.
"Handelt es sich wirklich um die selben Inhalte? Gibt es unterschiede in der Art wir man sich mit ihnen beschäftigt?"

2

"Meine Akademie" als vorgegebener Lehrplan

Bei Gojara kann der Nutzer seine Lerninhalte und deren Reihenfolge frei wählen, da die einzelnen Themengebiete in sich abgeschlossen sind.

Die Art und Weise, wie die Inhalte aufgelistet sind, erweckt jedoch den Eindruck einer bestimmten, sequentiellen Reihenfolge. Dieser Eindruck wird durch Elemente wie die anfängliche Überschrift "Starting" noch verstärkt.

Angesichts der großen Vielfalt an Lernmaterialien, die auf Gojara zur Verfügung stehen, kann dieser Irrglaube, alles erledigen zu müssen, für einige Nutzer überwältigend sein und möglicherweise zu einem Motivationsverlust führen.

3

Vom Content erschlagen

Das Fehlen einer klaren, anschaulichen Übersicht über die Hauptthemen zwingt die Nutzer dazu, sich durch den gesamten Inhalt zu scrollen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Oft werden die spezifischen Themenbereiche erst auf einer Unterseite verständlich.

Dies erschwert nicht nur die Auswahl bestimmter Inhalte in der Mitte, sondern erhöht auch die kognitive Belastung, da sich die Nutzer nur schwer merken können, wo sich die einzelnen Inhalte befinden.

Letztendlich bestätigte meine Überprüfung die anfängliche Vermutung des Kunden, die durch Daten gestützt wurde, die zeigten, dass die Nutzer verloren gingen.
Etappe 2

Lösungen generieren

Allgemeiner Lösungsprozess

Da der Kunde eine rasche Übergabe an externe Entwickler wünschte, wählte ich einen schlanken Ansatz. Dieser konzentrierte sich auf die rasche Generierung von Ideen zur Lösung der "Kernhypothesen" und die Behandlung detaillierterer Fragen in der Entwurfsphase.

In Zusammenarbeit mit dem Kunden wählten wir die vielversprechendsten Lösungen aus, um schnell eine testbare Version zu entwickeln.

Vorarbeit des Kunden

Der Kunde hatte zuvor eine Nutzerforschung durchgeführt, die mir wertvolle Einblicke in die Umstände, Ziele und Probleme der Endnutzer verschaffte, die ich für meine Arbeit nutzen konnte.

An image depicting the overall process: Phase 1 involves continuous ideation, prototyping, and testing. Phase 2 is focused on Design & Build. The final step is measuring results.An image depicting the overall process: Phase 1 involves continuous ideation, prototyping, and testing. Phase 2 is focused on Design & Build. The final step is measuring results.
Etappe 1 / Phase 1

Ideen entwickeln und bewerten

In this phase, I worked highly independently, yet maintained regular, open discussions with the client to review ideas and findings.

This approach enabled me to progress quickly, explore various concepts, and have them evaluated both by myself and the client.

"Wie können wir..." (WKWs) für gezielte Ideenfindung

Um den Ideenfindungsprozess einzuleiten, nutzte ich die "Wie können wir"-Methode (WKW). Dieser Ansatz ermöglichte es mir, mich auf die Entwicklung von Lösungen für bestimmte Probleme zu konzentrieren, anstatt zu versuchen, alle Probleme gleichzeitig anzugehen.

Auf diese Weise konnte ich schließlich alle generierten Ideen bewerten und feststellen, welche davon in ein Gesamtkonzept integriert werden können.

 Colorful postits below How might we questions
Das Ergebnis meiner Überlegungen war eine Sammlung verschiedener möglicher Ansätze, wie man jede WKW-Frage angehen kann.

Wie können wir...

...
den User dabei unterstützen die passenden Lerninhalte für sich zu finden?
...
dem User eine Übersicht über seinen Fortschritt und seine nächsten Schritte geben?
...
wir den User motivieren Lerninhalte abzuschliessen und weiterzumachen?

Konkurrentanalyse

Um ein besseres Verständnis für den allgemeinen Aufbau von E-Learning Plattformen, sowie genutzter Motivations- und Orientierungssysteme zu erlangen,
habe ich eine schlanke Analyse der direkten und indirekten Wettbewerber durchgeführt.

Das Ergebnis war eine Sammlung von Screenshots und Notizen, in denen die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst sind.

Eine Sammlung von Screenshots von E-Learning-Plattformen
Bild der gesammelten Screenshots von direkten und indirekten Wettbewerbern.

Wildes Skizzieren, Wireframing & Bewertung

Ich entwickelte zahlreiche kleinere Ideen, die ich bei Bedarf schnell skizzierte, um sie weiter zu klären. Bei Konzepten, die strukturelle Änderungen, ganze Abläufe oder wichtige Funktionen beinhalten, ging ich tiefer und skizzierte mehrere Bildschirme, um diese Ideen gründlicher zu untersuchen.

Nachdem ich einige vielversprechende Konzepte angerissen hatte, nahm ich eine rasche Selbstbewertung vor und verfeinerte sie bzw. verwarf die weniger brauchbaren.

Schliesslich präsentierte ich dem Kunden die vielversprechendsten Entwürfe, und gemeinsam entschieden wir uns für das endgültige Konzept.

Ein Wireframe einer Lösungsidee, mit Anmerkungen und einer Selbsteinschätzung
In diesem Wireframe wird das Konzept eines Bewerbungsprofils vorgestellt, das sich nach und nach füllt, je mehr Lektionen der Nutzer absolviert: Diese Idee wurde nicht weiter verfolgt, da sich das Konzept vom E-Learning auf die Erstellung von Bewerberprofilen verlagert hat. Bestimmte Elemente dieses Entwurfs wurden aber als "interessant" markiert.
Während der Konzeptentwicklung wechselte ich immer wieder zwischen Konkurrenzanalyse und meine eigenen Ideenfindung hin und her.
Etappe 1 / Phase 2

Ausarbeitung der Lösung

Überblick

In der darauffolgenden Phase entwickelte ich detaillierte Sitemaps, User Flows und Wireframes, in denen ich alle wichtigen und weniger wichtigen Entscheidungen detailliert festhielt.

Im folgenden Abschnitt werde ich einige der wichtigsten Entscheidungen hervorheben, die während dieses Prozesses getroffen wurden.

Hauptfrage 01
Wie lässt sich die Architektur vereinfachen, damit die Nutzer immer wissen, wo sie welche Inhalte finden?

Überarbeitung der Gesamtstruktur

Die derzeitige Struktur der Plattform war eines der Hauptbedenken, die sich aus dem Expert Review und den gesammelten Daten ergab.

Die alte Sitemap

Auf den ersten Blick schien die ursprüngliche Struktur der Plattform überschaubar zu sein, aber sie bereitete einige Probleme:

  • Redundante Navigationspfade, die zu denselben Inhalten führen, ohne dem Nutzer einen Mehrwert zu bieten.
    Siehe Hypothese 1.
  • Unklare Bezeichnungen der Hauptthemen (Starten, Planen, Finden, Machen), die sich negativ auf die Auffindbarkeit von Inhalten auf Home auswirkten.
  • Überaus detaillierte Darstellung in " Meine Akademie ", die nicht nur den Zugang zu den Hauptthemenseiten, sondern auch zu jeder einzelnen Lektion ermöglicht.
    Siehe Hypothesen 2 & 3.
    Die Profilseite war, obwohl sie wichtige Funktionen enthielt, für die Nutzer nicht direkt zugänglich und konnte nur während des Anmeldevorgangs erreicht werden.

Die Neue Sitemap

Der Schwerpunkt der Neugestaltung lag auf der Verbesserung der Auffindbarkeit von Inhalten, was sich sowohl auf die allgemeine Navigation als auch auf die auf einer Seite dargestellten Inhalte bezog.

  • "Meine Akademie" ist nun gleichzeitig "Home".
  • “Etappen” wurde entfernt.
  • Die Lerninhalte wurden in enger gefasste Hauptthemen mit aussagekräftigen Titeln umstrukturiert (lesen Sie mehr dazu weiter unten: Neugestaltung "Meine Akademie").
    Die Profilseite wurde in die Hierarchie der Website integriert und ist nun für die Nutzer leicht zugänglich.
Hauptfrage 02
Wie kann man einen Überblick über den Inhalt schaffen, ohne den Nutzer einzuschüchtern oder zu überfordern?

Überarbeitung von “Meine Akademie"

Um die neue Hierarchie zu stärken, lag ein weiterer Schwerpunkt auf der Neugestaltung von "Meine Akademie", welche nun gleichzeitig als Home dient.

Umstrukturierung des Inhalts

Wie bereits bei der Sitemap erwähnt, habe ich den Inhalt neu strukturiert, wobei der Schwerpunkt darauf lag, den Inhalt auffindbar und einfach zu scannen zu machen.

Alte Content-Struktur

  • Vier breitgefasste Hauptthemen.
  • Viele Unterthemen - nur als Überschrift präsentiert.
  • Bis zu 23 Lektionen zu einem Hauptthema.

Alte Version von “Meine Akademie”

  • Eine lange Listenansicht, was ziemlich einschüchternd sein kann, und spezifische Lektionen sind schwer zu finden.
  • Die insgesamt 54 Fortschrittsbalken sind sehr entmutigend.
  • Es ist ein einiges an Scrollen erforderlich, um zum unteren Inhalt zu gelangen.
  • Erzeugt das Gefühl, dass man von oben nach unten arbeiten muss.
  • Positiv: Keine versteckten Inhalte, der Nutzer kann alle Lektionstitel lesen.

Alte Version von “Home”

  • Es werden nur die vier generischen Hauptthemen präsentiert. Spezifischer Inhalt sind versteckt auf Unterseiten.
  • Da die Hauptthemen so breit gefasst sind, wird viel Text benötigt, um ihren Inhalt zu beschreiben.
  • Da ein Hauptthema bis zu 23 Lektionen umfassen kann, sind die Fortschrittsbalken sehr unbefriedigend.
  • Positiv: Der Inhalt fühlt sich anfangs nicht so überwältigend an.

Neue Content-Struktur

  • Der Inhalt ist in drei verschiedene Abschnitte unterteilt, die jeweils durch eine beschreibende Überschrift abgegrenzt werden.
  • Die Hauptthemen wurden von vier auf acht erweitert, um die von den Nutzern erwartete Genauigkeit der Inhalte zu erhöhen und gleichzeitig die Scannbarkeit zu erhalten.

Das neue “Meine Akademie” Konzept

  • "Meine Akademie" dient jetzt auch als "Home".
  • Die acht Hauptthemen werden als einzelne Karten und nicht als Liste dargestellt, um zu verdeutlichen, dass jedes Thema in sich abgeschlossen ist und nicht von den anderen abhängt.

Einige weitere Anpassungen

1

Klarere Kommunikation für Zertifikate

Im bisherigen Design wurde das Herunterladen von Zertifikaten nicht besonders hervorgehoben, und ein einziges Hauptthema konnte mehrere Zertifikate umfassen oder war über mehrere Unterthemen verstreut.

2

Redesign Hauptthemenseite

Die Lektionen innerhalb eines Hauptthemas sind miteinander verbunden, und obwohl jede einzelne unabhängig ist, ist es für die Benutzer oft von Vorteil, sie nacheinander durchzuarbeiten.

Bisher wurden diese Lektionen in einem Rasterformat angezeigt, was das schnelle Überfliegen der Überschriften erschwerte, insbesondere wenn ein Unterthema mehr als drei Lektionen umfasste.

Außerdem konnten die Benutzer mit Hilfe einer zusätzlichen Navigationsleiste am oberen Rand zwischen den Hauptthemen navigieren. Dies sollte zwar hilfreich sein, führt aber zu Verwirrung darüber, wie man sich durch den Inhalt bewegt.

Dies wurde durch Daten gestützt, die zeigten, dass die Nutzer lieber zu einem anderen Hauptthema navigierten, als eine Lektion zu erkunden, bevor sie sich verirrten.

Zeit zum Überprufen
Wie einfach ist es, nach der Umstrukturierung bestimmte Inhalte zu finden?

Remote Usability Tests

Um die Wirksamkeit unserer Änderungen zu überprüfen, haben wir fünf moderierte Remote-Usability-Tests durchgeführt.

Die wichtigste Frage, die wir beantworten wollten:

  • Bieten die Überschriften und Thementitel eine ausreichende Beschreibung, damit die Nutzer ein klares Verständnis für den Inhalt erhalten, auf den sie stossen werden?
  • Wie einfach ist es für die Nutzer, bestimmte Lektionen zu finden?
  • Wird der Inhalt als vordefinierter Lehrplan oder als flexible E-Learning-Plattform mit Auswahlmöglichkeiten wahrgenommen?
  • Sind sich die Nutzer stets bewusst, wo sie sich innerhalb der Plattform befinden und wie sie zu den Übersichtsseiten zurückkehren können?
  • Verstehen die Nutzer das Konzept des Zertifikatsystems und die erforderlichen Schritte, um ein Zertifikat zu erhalten?

Unser Test war eine Kombination aus explorativen und zielorientierten Aufgaben. Falls zutreffend, verwendeten wir SEQs (Single ease Question), um einen allgemeinen Eindruck von der Benutzerfreundlichkeit der Teilnehmer zu erhalten, wobei 1 extrem schwierig und 7 extrem leicht ist.

Grenzen des Tests

Ein primäres Ziel war es, die Motivation zu erhöhen, sich mit mehr Inhalten zu beschäftigen.

Ein Usability-Test ist nicht die zuverlässigste Methode, um in diesem Bereich aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, aber wir gehen davon aus, dass wir durch zukünftige Datenanalysen verlässlichere Erkenntnisse gewinnen werden.

Dennoch wirken sich bestimmte Aspekte unseres Usability-Tests auf die Motivation aus, da sie darauf abzielen, Frustration, Überforderung und Verwirrung zu minimieren.

Durchschnittlich haben wir einen 6.4 SEQ Wert erreicht - sehr einfach.

Erkenntnisse

Abgesehen von ein paar kleineren Punkten haben wir mehrere Probleme mit der Formulierung und der Verwendung von Symbolen festgestellt. Das Hauptproblem war jedoch, dass die Präsentation der Hauptthemen zu unpersönlich wirkte.

Daher haben wir uns entschieden, jedes Thema nicht nur mit einem Symbol, sondern auch mit Bildern darzustellen, um ein menschlicheres und positiveres Erscheinungsbild zu schaffen.

Prioritätsliste &
Hand-Over

Für die abschliessende Besprechung und zur Erleichterung der Übergabe an das Remote-Entwicklungsteam habe ich eine Übersicht über alle meine Ergebnisse zusammengestellt.

Dazu gehören:

  • Die überarbeitete Sitemap.
  • Detaillierte Wireflows mit umfassenden Kommentaren für das Entwicklungsteam.
  • Eine nach Prioritäten geordnete Liste, die meine Empfehlungen für die Umsetzung von Änderungen enthält.
  • High-Fidelity-Versionen der wichtigsten Seiten.
The upper part of the priorority list
Ein Ausschnitt der Prioritätenliste, die ich für den Kunden erstellt habe.
Ein vergrößertes Bildschirmfoto meiner Figma-Datei, das mehrere mit Linien verbundene Seiten zeigt
Screenshot meiner Figma-Datei für die Übergabe an das Entwicklungsteam.

Bilder erstellen mit AI

Geeignete Bilder von Menschen aus dem Alltag zu finden, kann eine Herausforderung sein.

Da wir die Hauptthemen von vier auf acht erweitert haben, brauchten wir neue Hero-Bilder für die entsprechenden Seiten.

Nachdem ich eine ganze Weile nach Bildern von Menschen gesucht hatte, die unseren Anforderungen entsprachen, beschloss ich, Midjourney, ein generatives KI-Tool, zur Erstellung der Bilder zu verwenden.

Die Entwicklung von Gojara: Vom E-Learning zur ultimativen Plattform für Arbeitssuchende

Seit der Fertigstellung dieses ersten Projekts hat sich Gojara über seine Wurzeln als E-Learning-Plattform hinaus entwickelt. Die Gründer von Gojara haben sich nun der Aufgabe verschrieben, die Plattform zur ultimativen Ressource für Arbeitssuchende zu machen und sie mit einer Vielzahl neuer, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittener Tools zu bereichern.

Ausserdem haben sie ihren Schwerpunkt vom ursprünglichen B2B-Service, der sich in erster Linie an die Arbeitsämter richtete, auf die direkte Ansprache der Endverbraucher verlagert.

Ein vergrössertes Bildschirmfoto von Gojaras Lebenslauf-Generator Tool
CV Maker Tool, Konzept eines anderen Entwicklungsteams
Ein Screenshot eines Schritts von Gojaras AI-unterstütztem Bewerbungshelfer
Erstellung von personalisierten Bewerbungen mit Unterstützung von KI, Konzept von mir.
Mehr zun diesem Projekt
Die Verlagerung weg vom E-Learning als zentrales Erlebnis stellt neue Herausforderungen an die gesamte Informationsarchitektur der Plattform.
Aber das ist eine andere Geschichte.

Schlusswort

Die Arbeit an diesem Projekt war eine wirklich grossartige Erfahrung, die durch die Zusammenarbeit mit einem fantastischen Kunden noch verbessert wurde. Wir haben uns von Anfang an gut verstanden, und unsere praktische Herangehensweise war genau das, was wir brauchten, vor allem in Anbetracht der knappen Frist, mit der wir arbeiten mussten.

Dieses Projekt hat deutlich gemacht, wie wichtig die Struktur der Inhalte für das Nutzererlebnis ist. Sie ist nicht nur etwas für inhaltslastige Projekte wie E-Learning-Plattformen, sondern für alle Arten von Projekten wichtig.

Ich hätte mir gewünscht, dass mehr Zeit für die endgültige visuelle Gestaltung zur Verfügung gestanden hätte. Ursprünglich war dies nicht Teil des Auftrags, da der Schwerpunkt auf der Umstrukturierung und Entwicklung von Konzepten lag.

Aber ich bin sehr erfreut, dass der Kunde mit meiner Arbeit zufrieden war und mich für weitere Projekte engagiert hat. Ich bin gespannt, wie es mit Gojara weitergeht.

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